
Claims zentral steuern und nachvollziehen
Ein Übertragungsnetzbetreiber ersetzte fragmentierte manuelle
Einzellösungen durch eine integrierte Plattform und steigerte die Effizienz
in der Anspruchsbearbeitung um 23 %. Sämtliche Ansprüche werden heute strukturiert gebündelt und sind jederzeit transparent nachvollziehbar.
Ausgangssituation
Die Bearbeitung von Ansprüchen aus Vertragsverletzungen basierte auf mehreren historisch gewachsenen Einzellösungen sowie manuellen Arbeitsschritten. Daten, Dokumente und Bearbeitungsstände wurden getrennt erfasst und gepflegt, wodurch der Überblick über laufende Vorgänge eingeschränkt war.
Für einen Übertragungsnetzbetreiber in einem regulierten Umfeld bedeutete das:
- Hoher manueller Koordinationsaufwand
- Eingeschränkte Nachvollziehbarkeit von Entscheidungen
- Risiko von Doppelarbeiten
- Hohe Anforderungen an Auditierbarkeit, Rollensteuerung und Datenschutz
Die bestehende Struktur erschwerte eine konsistente Steuerung der Ansprüche über den gesamten Bearbeitungsprozess hinweg. Ziel war es, Transparenz, regulatorische Sicherheit und operative Effizienz in einem zentralen System zusammenzuführen.
Kunde
Übertragungsnetzbetreiber
Branche
Energie
Herausforderung
Intransparente Anspruchsprozesse in einer kritischen Infrastruktur zentral steuerbar und nachvollziehbar machen.
Betrieblicher Mehrwert
Effizienzsteigerung um 23%, zentrale Steuerung und Auditierbarkeit von Ansprüchen
Vorgehen
Zu Beginn wurden die fachlichen und nicht-funktionalen Anforderungen gemeinsam mit den Fachbereichen erhoben und strukturiert. Rollen, Berechtigungskonzepte sowie die fachliche Prozesslogik wurden definiert und in konkrete Anwendungsfälle überführt.
Auf dieser Grundlage entstanden klickbare UX-Prototypen, mit denen Oberflächen, Navigationsstrukturen und Workflows frühzeitig validiert wurden. Anforderungen konnten vor der technischen Umsetzung überprüft und die Nutzerführung gezielt optimiert werden.
Darauf aufbauend entwickelte BREDEX eine webbasierte Individualsoftware mit modularer Architektur. Rückmeldungen aus dem laufenden Einsatz flossen kontinuierlich in die Weiterentwicklung ein, sodass fachliche und regulatorische Anforderungen schrittweise integriert wurden.
Die fachlichen Abläufe wurden durch klar definierte Workflows abgebildet. Freigabeschritte, automatisierte Statuswechsel sowie Benachrichtigungs- und Erinnerungsfunktionen reduzierten manuelle Abstimmungen und unterstützten die strukturierte Bearbeitung im Tagesgeschäft.
Kernbestandteile der Lösung:
- Abbildung klar definierter Workflows mit Freigabeschritten
- Automatisierte Statuswechsel, Benachrichtigungs- und Erinnerungsfunktionen
- Zentrale Daten- und Dokumentenhaltung mit strukturiertem Import
- Integriertes Dokumentenmanagement
- Anbindung bestehender Backend-Systeme über standardisierte Schnittstellen
- Klare Test-, Release- und Wartungsprozesse
Damit wurde nicht nur eine technische Plattform geschaffen, sondern ein steuerbares, revisionssicheres Prozesssystem,
Betrieblicher Mehrwert
Das Unternehmen verfügt heute über eine zentrale Plattform, die sämtliche Ansprüche strukturiert bündelt und über den gesamten Bearbeitungsprozess hinweg transparent abbildet. Status, Zuständigkeiten und Dokumente sind jederzeit nachvollziehbar einsehbar.
Die definierten Workflows führen sicher durch die einzelnen Bearbeitungsschritte. Automatisierte Statuswechsel, Benachrichtigungen und Berichte reduzieren Abstimmungsaufwand und verhindern Doppelarbeiten. Aufgaben und Fristen werden systemseitig unterstützt, wodurch der manuelle Koordinationsaufwand deutlich sinkt. Diese Maßnahmen steigerten die Effizienz in der Anspruchsbearbeitung um 23 %.
Gleichzeitig erfüllt die Lösung hohe Anforderungen an Auditierbarkeit und Rollensteuerung. Entscheidungen sind dokumentiert, Prozesse nachvollziehbar und Daten konsistent verfügbar. Die Anwendung ist stabil im produktiven Einsatz etabliert und wird kontinuierlich weiterentwickelt.
Für einen Übertragungsnetzbetreiber bedeutet das: Mehr Transparenz in regulierten Prozessen, höhere Steuerbarkeit über Systemgrenzen hinweg und eine belastbare Grundlage für revisionssichere Entscheidungen in einer kritischen Infrastruktur.