Requirements Engineering Standards im Unternehmen

Die Vorteile von Prozessen

Die Einführung von Standards in Unternehmen verfolgt unterschiedliche Ziele. Vereinheitlichung und Konsistenz durch klare Richtlinien und bewährte Vorgehensweisen führen zu unter anderem zu einer gleichbleibenden Qualität auch bei unterschiedlichen Mitarbeitern. Die Vorhersehbarkeit von Prozessen hat eine leichtere Lenkung von Mitarbeitern und Projekten und niedrigere Transaktionskosten bei einer Veränderung des Personals oder der Projekte zur Folge. Etablierte und wohldurchdachte Standards können eine vereinfachte Angebotsabgabe und Schätzungen, eine gezielte Ausbildung von Mitarbeitern, eine schnellere Projektebearbeitung sowie Sicherheit für Abläufe bei den Mitarbeitern zwar nicht garantieren, jedoch stark vereinfachen.

Gerade in einem so komplexen Feld wie der Softwareentwicklung helfen erprobte Standards, ein einheitlich hohes Maß an Qualität und Geschwindigkeit zu erreichen. Dies fängt im Bereich des Codings mit Standardbibliotheken an und beinhaltet bei BREDEX viele weitere Bereiche wie z.B. Test Driven Development. Auch das Requirements Engineering bei BREDEX hält sich in seinen Projekten an bewährte Standards, um so einen reibungslosen Projektablauf zu ermöglichen. Wie einige dieser Standards aussehen, wird im Folgenden erläutert.

 

Kundentermine

Während der Kundengespräche sowie zur Vor- und Nachbereitung benutzen wir in der Anbahnungsphase eines Projektes einen standardisierten Fragebogen, mit dessen Hilfe die wichtigsten Rahmenbedingungen eines geplanten Projektes erfasst, ein grober Überblick über die anstehenden Anforderungen an das Produkt gewonnen und somit die erste Abschätzung des Projektaufwands erleichtert wird. In diesem Fragebogen werden unter anderem die Punkte

  • Produktziele
  • Stakeholder
  • Rahmenbedingungen
  • Anforderungen
  • u.v.a.m.

erfasst. Der ausgefüllte Fragebogen unterstützt uns bei der Entscheidung, ob Anforderungsworkshops notwendig sind oder nicht.

 

Workshops

Auch für die Workshops, die zum Beispiel der Anforderungserhebung, dem Stakeholdermanagement oder der Priorisierung von Anforderungen dienen, haben wir vorgegebene und erprobte Standards. Auf diese Weise können sich unsere Requirements Engineers aus einem großen Methodenkoffer bedienen und sind in der Lage, Workshops schnell und effizient vorzubereiten und durchzuführen. Dabei haben wir das Rad nicht neu erfunden, sondern orientieren uns an der Fachliteratur für diesen Bereich (z.B. Markus Unterauer Workshops im Requirements Engineering)

 

Dokumentation

Für die Dokumentation von Anforderungen nutzen wir sogenannte Satzschablonen. Diese geben die Struktur vor, in der Anforderungen aufgeschrieben werden. Eine bekannte und leicht anzuwendende Satzschablone ist zum Beispiel die häufig in User Stories verwendete Wortfolge "Als <USER> möchte ich <FUNKTIONALITÄT> um <NUTZEN> zu erreichen". Es gibt jedoch auch weitaus komplexere Satzschablonen, mit denen funktionale sowie nicht-funktionale Anforderungen optimal erfasst werden können. Der Vorteil der Verwendung von Satzschablonen ist die einheitliche Struktur, mit der bestimmte Fehler, wie zum Beispiel das Fehlen eines Akteurs oder der rechtlichen Verbindlichkeit, vermieden werden können. Ein weiterer Vorteil ist die vereinfachte Lesbarkeit auch für Stakeholder, die nicht unmittelbar am Projektgeschehen beteiligt sind. 

Satzschablonen sind jedoch nicht der einzige Standard zur Dokumentation von Anforderungen bei BREDEX. Sobald Anforderungen komplexer werden, werden die Satzschablonen um eine genauere textuelle Beschreibung erweitert. Sofern es sinnvoll ist, verwenden unsere Requirements Engineers zur besseren Veranschaulichung unterschiedliche Arten von Diagrammen (Aktivitätsdiagramm, Use-Case-Diagramm, Datenflussdiagramm usw.).

 

Nicht-funktionale Anforderungen

Es besteht die Gefahr, dass nicht-funktionale Anforderungen schnell aus dem Fokus während der Anforderungsanalyse geraten. Während funktionale Anforderungen besondere Aufmerksamkeit genießen, werden nicht-funktionale Anforderungen oft als selbstverständlich betrachtet, was sie jedoch nicht sind. Um auch hier keine Anforderung aus dem Blick zu verlieren, benutzen wir standardmäßig das Volere Requirements Specification Template.

 

Projektmanagement Struktur und Workflows

Die Arbeit im Projekt sowie das Management der Anforderungen wird in den meisten Fällen durch Tools wie z.B. Jira unterstützt. Diese Tools ermöglichen es allen Projektbeteiligten, jederzeit transparent den Fortschritt der Arbeit an den jeweiligen Anforderungen zu erhalten. Jedoch bieten diese Tools eine größtmögliche Freiheit, was das Setup der Bearbeitungsschritte sowie der allgemeinen Organisation der Anforderungen angeht. An dieser Stelle greifen die von unseren Requirements Engineers verwendeten Standards zur Projektmanagement Struktur und der beinhalteten Workflows. Diese Standards sind möglichst leichtgewichtig gehalten, damit sie schnell zu verstehen und anzuwenden sind. Wir bedienen uns dabei der Elemente Fachliche Komponenten, Epics, Requirements und Tasks/Subtasks. Der als Standard definierte Workflow betrachtet vor allem die Arbeitsschritte innerhalb des Entwicklungsteams, kann jedoch einfach um Anteile für die Stakeholder oder Kundenvertreter erweitert werden.

 

Wenn Sie unsere Anforderungsanalyse in Anspruch nehmen möchten, um unsere Standards einmal kennenzulernen, kontaktieren Sie uns gerne unter anforderungsanalyse@bredex.de. Wir freuen uns auf Ihre Anfrage.

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