Interview zum Nachhaltigkeitskodex mit Nachhaltigkeitsbeauftragter Sandra Ulrich

Das Thema Nachhaltigkeit gewinnt auch in der IT-Branche immer mehr an Bedeutung. Wir bei BREDEX beschäftigen uns schon seit einiger Zeit mit den Umsetzungsmöglichkeiten einer umfassenden Nachhaltigkeitsstrategie für unser Unternehmen, unsere Mitarbeiter:innen und unsere Kund:innen. Die Nachhaltigkeitsbeauftragte Sandra Ulrich widmet sich dem Thema seit Ende 2020 und hat seitdem Unterstützung durch ein Nachhaltigkeitsteam bekommen. Um das Nachhaltigkeitsbewusstsein und den Klimaschutz bei BREDEX kümmern sich innerhalb der Arbeitsgruppe zusätzlich Lasse Heilemann und Jonas Brassel aus der Softwareentwicklung sowie Natalie Amelung und Susanne Lasetzki aus dem Bereich Marketing und Kommunikation.

Im Interview stellt sich Sandra unseren Fragen zum Nachhaltigkeitskodex und dem Nachhaltigkeitsbewusstsein von BREDEX.

 

Was war der erste Impuls, uns für den Nachhaltigkeitskodex zu entscheiden?

Sandra: Der ursprüngliche Gedanke war, das Unternehmen intern nachhaltiger zu gestalten, mich hat es z.B. gestört, dass wir nicht die Möglichkeit für eine saubere Mülltrennung hatten. Meine Kolleg:innen habe ich dabei von Anfang an mit einbezogen und deren Ideen gesammelt. Ein großes Thema war das Einsparen von Strom und Energie. Ich habe online Mitarbeiter:innenvorschläge gesammelt und ausgewertet. Ein weiterer Schritt war, einige unserer internen Prozesse zu digitalisieren, um Papier einzusparen. Darunter fällt zum Beispiel die monatliche Gehaltsabrechnung über eine Online-Plattform und die Digitalisierung der Personalakten. Das hat uns aber nicht gereicht. Wir wollten unsere Nachhaltigkeitsstrategie für alle – Mitarbeiter:innen und Kund:innen – transparent machen und haben uns darum für den Nachhaltigkeitskodex entschieden. So können wir uns Ziele setzen und Erreichtes berichten.

 

Hat uns jemand bei der Umsetzung unterstützt?

Sandra: Der Deutsche Nachhaltigkeitskodex ist ein Standard, der Unternehmen Rahmenbedingungen zur Nachhaltigkeitsberichterstattung bietet. Um den Deutschen Nachhaltigkeitskodex zu erfüllen, wird eine Entsprechungserklärung erstellt, die 20 DNK-Nachhaltigkeitskriterien der DNK-Datenbank erfüllen muss. Dafür haben wir in Zusammenarbeit mit der Unternehmensberatung wetando, einem Schulungspartner des DNK, unseren Bericht erstellt. Der wurde dann vom Rat für nachhaltige Entwicklung geprüft und bestätigt.

 

Welche Nachhaltigkeitsziele haben wir denn schon erreicht?

Sandra: Seit der Corona-Pandemie haben wir mehrere remote Arbeitsmodelle für unsere Mitarbeiter:innen entwickelt. Die haben sich jetzt auch über die Pandemie hinaus bewährt, sodass wir mit vielfältigeren Home Office-Modellen z.B. Anfahrtswege unserer Mitarbeiter:innen einsparen.

Im Frühjahr 2021 haben wir gemeinsam mit dem Forstamt Wolfenbüttel 480 Stieleichen im Beienroder Holz gepflanzt. Neben dem Wissen, dass wir hier etwas Nützliches geleistet haben, war das auch gleichzeitig ein schönes Teamevent für alle Kolleg:innen.

Außerdem sind wir auf Ökostrom umgestiegen, das war 2021 im Bericht zum  Nachhaltigkeitskodex eines unserer festgesetzten Ziele und ein Anliegen der Geschäftsführung.

Neben dem Umweltschutz unterstützen wir schon länger soziale Projekte und Einrichtungen. So spendete die BREDEX u.a. bereits mehrmals 500€ in Form von Supermarkt- und Drogeriegutscheinen an das Braunschweiger Frauenhaus – eine Spende, die jährlich wiederholt werden soll. Auch unsere Spende an das queere Zentrum Onkel Emma wird sich jährlich wiederholen.

 

Wie können wir unsere Mitarbeiter:innen zum Thema Nachhaltigkeit sensibilisieren?

Sandra: Da die Mitarbeiter:innen von Anfang an am Prozess beteiligt waren, konnte man bereits eine hohe Affinität  zum Thema Nachhaltigkeit erkennen. Es ist uns wichtig, sowohl die soziale Komponente als auch den ökonomischen und ökologischen Bereich zu betrachten. Wir bieten deshalb regelmäßige Weiterbildungsformate an, um auf dem neusten Stand zu bleiben. Zum Beispiel gab es einen Vortrag von Jutta Eckstein zum Thema „Sustainability for the Future: Mit dem Agilen Manifest zu Green IT und mehr Nachhaltigkeit“. Jutta arbeitet als Business Coach und Change Managerin und verfügt über eine einzigartige Erfahrung bei der erfolgreichen Umsetzung agiler Prozesse in mittleren bis großen, verteilten, unternehmenskritischen Projekten.

Und da wir uns als Softwaredienstleister in Zukunft insbesondere mit Green IT und Green Coding auseinandersetzen müssen, hat sich mein Kollege Lasse Heilemann, auch aus persönlichem Interesse, ausführlich mit diesem Thema auseinandergesetzt. Er hat zum Thema Sustainable Programming und CO2-Einsparungsmöglichkeiten bei Softwareentwicklungsprojekten einen internen Vortrag für alle Mitarbeiter:innen gehalten.

Zusätzlich informieren wir das Team regelmäßig über Nachhaltigkeits-News und die Kolleg:innen können jederzeit Rückfragen stellen und Ideen einbringen.

 

Wie umweltfreundlich sind unsere Zulieferer und Ressourcen entlang der Wertschöpfungskette?

Sandra: Unsere Hardwarelieferanten Dell und Lenovo haben sich der nachhaltigen Produktion verpflichtet. Sie halten sich an die Nachhaltigkeitsbestimmungen der TCO Certified Organisation, der weltweit umfassendsten Nachhaltigkeitszertifizierung für IT-Produkte. Außerdem spenden wir unsere gebrauchte Hardware an regionale Schulen und Jugendwohnprojekte zur Weiterverwendung.

 

Wie geht es in Zukunft für BREDEX in Bezug auf Nachhaltigkeit weiter? Was sind die nächsten Schritte?

Sandra: Gerade sind wir dabei, gemeinsam mit Climate Partner eine Datensammlung zum CO2-Fußabdruck des Unternehmens zu erstellen, um unsere Emissionswerte so genau wie möglich ermitteln. Ziel ist es, mit der Beratung durch Climate Partner nochmals Maßnahmen herauszufinden, um Emissionen einzusparen als auch unvermeidliche Emissionen durch die Unterstützung zertifizierter Klimaprojekte auszugleichen. So können wir zum Ende des Jahres 2022 mit gutem Gefühl sagen, dass wir klimaschonend arbeiten.

BREDEX als Arbeitgeber wird auch in Zukunft interne Themen zur Energieeinsparung und nachhaltiger Ressourcennutzung weiterverfolgen und als Dienstleister Sustainable Programming und Green Coding tiefgreifender in unser Angebot integrieren.

Portraitfoto der BREDEX Nachhaltigkeitsbeauftratgten Sandra Ulrich
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