BREDEX Azubiblog - Wie läuft die Ausbildung zum Mediengestalter Digital und Print in einem Softwareunternehmen eigentlich ab?

Die Förderung und Ausbildung von Nachwuchskräften ist uns wichtig. Als Zukunftgeber unterstützen wir Fachleute, die oft schon viele Jahre bei BREDEX arbeiten und ebenso wie engagierte Nachwuchskräfte. Denn unsere IT-begeisterten Auszubildenden tragen bei uns mit frischen Ideen dazu bei, die Zukunft innovativ mitzugestalten. Da wird dabei nicht nur Fachinformatiker ausbilden, sondern auch die UI/UX Professionals von morgen, berichtet heute Chantal, Auszubildende zum Mediengestalter Digital und Print im zweiten Lehrjahr, aus ihrem Alltag bei BREDEX.

 

UI und UX in der Ausbildung bei BREDEX

In der Ausbildung zum Mediengestalter Digital und Print erlernt man unter anderem Fähigkeiten in der Gestaltung verschiedenster Medien. Über den Erfolg eines Produktes entscheidet aber letztendlich die Zielgruppe/Zielperson. Je größer das Wissen über den Nutzer ist, desto nutzerfreundlicher können Anwendungen gestaltet werden. Gibt es keine Informationen über die Wünsche und Anforderungen, kann eine Anwendung abgelehnt werden und der Benutzer kann seine Aufgabe nicht ausführen. Um solche Misserfolge zu vermeiden, ist es wichtig schon in der Ausbildung zu lernen, welche Vorteile ein gelungenes UI und UX-Design bringt.

 

Teilnahme an der Summerschool der German UPA – Einstieg in die UI/UX Praxis

Direkt zu Beginn meiner Ausbildung zur Mediengestalterin bei BREDEX, habe ich an der Summerschool der German UPA teilgenommen. Beim dreitägigen Workshop bekamen wir eine konkrete Gestaltungsaufgabe und mussten diese mithilfe des Human Centered Design Prozesses umsetzen. Die Abwechslung aus theoretischen und praktischen Teilen hatte den Vorteil, dass die Maßnahmen direkt erprobt werden konnten. Wir haben Interviews mit Testpersonen  durchgeführt, um die Ziele, Bedürfnisse und Pain Points des Nutzers zu erfahren. Durch Storytelling konnten wir alle Teammitglieder auf den gleichen Wissensstand bringen. Dabei haben wir unsere Notizen vorgestellt und auf Post-its geschrieben. Diese konnten anschließend übersichtlich geclustert werden. Anhand der gesammelten Informationen konnten wir eine Persona, also einen fiktiven Nutzer, erstellen. Für die Persona wurde eine User Story, eine kurze Geschichte aus Sicht des Nutzers mit Fokus auf den Nutzen und das vorhandene Problem, erstellt. Außerdem haben wir Papierprototypen gebaut und anhand des Prototypen einen Usability-Test mit Testnutzern durchgeführt.

 

Teilnahme an der Diversity-Challenge – erste Erfahrungen mit dem Prototyping

Für die Teilnahme an der Diversity-Challenge hat ein Team, bestehend aus verschiedenen Mitarbeitern der BREDEX, eine Webanwendung entwickelt. Ziel der Anwendung ist der Austausch zwischen Kollegen und die Klärung grundlegender Fragen rund um Diversität. Zu Beginn haben wir einen UX-Workshop durchgeführt. Dabei konnten wir Personas definieren, Nutzungsanforderungen feststellen und eine Customer Journey Map mit allen Berührungspunkten vom Nutzer mit der Anwendung, entwickeln. Somit konnten mögliche Problemstellen (Pain Points) entdeckt und Lösungsansätze direkt erarbeitet werden. Nun wurden wieder Papierprototypen erstellt. Anhand dieser Workshop Ergebnisse konnte ich einen ersten LoFi-Prototypen bauen. Dieser Prototyp hat noch kein konkretes Design, zeigt aber die Navigationsstruktur und die Funktionalität auf. Somit konnten alle das gleiche Verständnis von der Anwendung erreichen und Fehler in der Struktur konnten, vor aufwändiger Umsetzung, korrigiert werden. Daraufhin habe ich einen klickbaren HiFi-Prototypen mit konkreten Design angefertigt.

 

UX Workshops

In unserem Team haben wir UX Workshops durchgeführt, um uns mit den verschiedenen Maßnahmen vertraut zu machen. Auch ein zweitägiger Workshop eines externen Anbieters hat geholfen, Fragen zu klären und den Prozess durchzuspielen. Durch meine Kolleginnen erfahre ich viel von ihren Projekterfahrungen und die erfolgreiche Durchführung verschiedenster Maßnahmen. Außerdem berichten sie über Veranstaltungen, wie den Besuch der Mensch und Computer.

 

Fazit

Von Anfang an wurde ich schon mit dem Thema UI und UX vertraut gemacht. Ich habe gelernt Benutzeroberflächen zielführender zu gestalten und mich nicht nur auf die Optik zu konzentrieren. Letztendlich ist es eine Mischung aus UI- und UX-Design, die den Erfolg der Anwendung bringt. In der Berufsschule wird die Thematik kaum behandelt, obwohl sie heute in der erfolgreichen Anwendungsentwicklung nicht mehr wegzudenken ist. In meinem Team bin ich in meiner Ausbildung 100%-ig integrietiert. Und auch jetzt in Zeiten der Krise, werde ich nicht allein gelassen. Meine Ausbilderin sowie alle Teammitglieder sind für mich vom Homeoffice aus erreichbar und ich kann sowohl meine Aufgaben für die Schule wie auch meine internen Projekttätigkeiten remote weiter bearbeiten.

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